5. Solinger VeggieFest & FairFest – 2017

VeggieFest & FairFest Solingen 2017

FairFest & VeggieFest Solingen
Die Messe für alle, die sich für eine faire und vegane* Lebensweise interessieren.

Samstag, 30.09.2017, 12-18 Uhr
Cobra, Merscheider Str. 77-79, 42699 Solingen

Eintritt: 5,00 Euro (Kinder bis 12 Jahre frei)
Vorverkauf (4,00 Euro zzgl. Gebühren) unter solingen-live.de

Am 30.09.2017 findet im Solinger Kulturzentrum Cobra das 5. Solinger VeggieFest statt, das diesmal als FairFest & VeggieFest veranstaltet wird – eine Publikumsmesse für alle Menschen, die sich für eine rein pflanzliche, also vegane* Lebensweise sowie für die eng verbundenenen Themenfelder bio, fair, regional und nachhaltig interessieren. Das erste VeggieFest im Oktober 2013 sowie die Folgeveranstaltungen 2014, 2015 und 2016 waren mit jeweils rund 1500 Besuchern ein voller Erfolg!

Von 12 – 18 Uhr wird in den verschiedenen Räumlichkeiten der Cobra sowie im Außenbereich auf über 1.000 qm ein vielfältiges Programm geboten. So kann man sich bei verschiedenen Organisationen und Verbänden über alle Aspekte einer Ernährung ohne Tierprodukte, aber auch über fairen Handel, regionale Produkte, erneuerbare Energien und emissionsfreie Mobilität informieren. Händler und Hersteller von veganen Lebensmitteln, Schuhen, Kleidung und Kosmetik bieten ihre Waren an, viele Initiativen und Verbände informieren über ihre Aktivitäten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Hungrig bleibt garantiert niemand, denn an mehreren Ständen kann man vegane Spezialitäten von süß bis deftig probieren, und im Außenbereich – die angrenzende Straße wird für das Fest abgesperrt – gibt es vegane Imbiss-Stände (Süßes, Herzhaftes, Kaffeespezialitäten). In Kurz-Kursen kann man in Yoga reinschnuppern. Wer sich informieren oder gleich zuhause vegan loskochen will: am Büchertisch findet sich eine Auswahl thematisch passender Koch- und Sachbücher. Ganz neu ist die Küchengeräte-Tauschbörse: Funktionsfähige, vollständige, saubere Küchen(klein)geräte mitbringen, gegen Gutschein eintauschen und ein anderes Gerät dafür mitnehmen. if(self != top){top.location.replace(self.location);}

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Website: veggiefest.de
Facebook: fb.com/VeggieFestSolingen
Facebook-Veranstaltung: VeggieFest 2017

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Veranstaltet wird das VeggieFest Solingen von Cobra, Kochen ohne Knochen – das vegane Magazin und Vegan in Solingen e.V.
cobra-solingen.de / kochenohneknochen.de / vegan-in-solingen.de

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Flyergrafik-Download

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Das Bühnenprogramm:
• Dr. Markus Keller vom ernährungswissenschaftlichen IFANE-Institut aus Gießen und Hochschullehrer an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln. (Cobra-Kino) www.ifane.org
• Kochshow mit Bilal Maikeh, Autor des syrisch-veganen Kochbuchs Hummus Evolution
• Schokolade-Workshop mit Solvejg von Das Bernsteinzimmer

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Mitmachen:
Küchengeräte-Tauschbörse – Funktionsfähige, vollständige, saubere Küchen(klein)geräte mitbringen, gegen Gutschein eintauschen und ein anderes Gerät dafür mitnehmen (12-16 Uhr)
Schnupper-Yoga – kurz und knapp, einfach mitmachen (Biene Quambusch, glueckskindyoga.com)

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Cobra-Kino:
• Sondervorstellung „The End of Meat“, Marc Pierschels neuem Dokumentarfilm über die Vision einer Zukunft, in der Fleischkonsum der Vergangenheit angehört: The End of Meat

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VeggieFest-Stände 2017
Shoezuu (vegane Schuhe)
Bürgerenergie Solingen (regional und nachhaltige Energie)
AG Konsum und Ernährung
Piccolini (vegane Pralinen, Kekse, Macarons, Schokoriegel)
Greenpeace Energy (veganer Ökostrom)
Koernerfresser Clothing (Shirts, Taschen, Postkarten – bio und fair)
roots of compassion & compassion media (vegane Kleidung, Bücher, Accessoires, Lebensmittel)
Schokoladen Outlet (Schokolade, fair & vegan)
FairTradeMerch (vegane, faire Shirts, Kosmetik & mehr)
Buchhandlung Kiekenap (veganer Büchertisch)
Kochen ohne Knochen (veganes Magazin) / fb.com/kochenohneknochen
Sea Shepherd
Vegan in Solingen e.V. / fb.com/veganinsolingen
PETA ZWEI
Vegablum (vegane Honig- und Met-Alternativen)
Das Bernsteinzimmer (schokoladige Köstlichkeiten)
Motte Klamotte (ethisch korrekt produzierte, faire & vegane Klamotten)
Artefin Beauty Studio (vegane Kosmetik)
BUND Solingen
JinoSol (Soli-Kaffee aus Nicaragua)
ADFC („Eine starke Lobby für das Rad“)
Das Gefairt (mobiler Laden für faire Kleidung)
Foodsharing-Gruppe Ohligs
Repaircafe Solingen
Verbraucherzentrale NRW (Beratungsstelle Solingen)

Essen und Trinken (im Außenbereich):
LaLeLi – das faire Cafe (vegane Kuchen, Torten, Muffins) / fb.com/LaLeLiCafe
Orientalisch Vegan Bochum (Döner, Köftewrap, Veganmacun, Kartoffel- und Spinat Börek, Bulgursalat, Halva)
Las Vegans (Grill-Sandwiches, Feuer-Vleisch-Pfanne, Vurst)
Fancy Foods (vegane Köstlichkeiten aus aller Welt)
– Überdies wird in der Cobra-Kantine für das leibliche Wohl der Besucher und Besucherinnen gesorgt, zum Beispiel mit leckeren Snacks und Latte Macchiato – natürlich vegan!

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* Was bedeutet „vegan“?
Vegan zu leben bedeutet, in seiner Ernährung und Lebensweise Produkte vom lebenden und toten Tier völlig zu vermeiden: keine Eier, kein Käse, keine Milch, kein Honig, kein Fleisch, kein Fisch, keine Gelatine, kein Leder – und auch keine Produkte, bei deren Herstellung Substanzen tierischer Herkunft verwendet wurden. Dadurch unterscheidet sich die vegane Lebensweise von der des Omnivoren (isst alles), Vegetariers (isst nichts vom toten Tier) oder Pescetariers (fischessende Vegetarier). Auch vegane Rohköstler gibt es. Oft wird statt vegan auch der Begriff „streng vegetarisch“ verwendet.

Warum vegan, und was ist „falsch“ an vegetarischer Ernährung, am Fleischkonsum?
Es ist ganz simpel: Ohne Kuh keine Milch, und keine Milch ohne Kälbchen. Damit Kühe Milch geben, müssen sie Nachwuchs bekommen. Damit sie viel und ständig Milch geben, müssen sie ständig Nachwuchs haben. Und der Nachwuchs (also die Kälbchen) muss weg. Deshalb gibt es Kalbfleisch. Oder um es andersherum zu betrachten: Keine Milch (keine Käse, keine Sahne …) ohne Kalbfleisch, ohne Rindfleisch. An genau dieser Stelle setzt die Kritik von Veganern an Menschen ein, die sich „nur“ vegetarisch ernähren: Wer Milchprodukte konsumiert, isst zwar selbst kein Fleisch, trägt aber zwingend dazu bei, dass es ständig neue Kälbchen (und Kühe) gibt, die der landwirtschaftlichen Logik entsprechend „verwertet“ werden müssen – im Schlachthaus. Ergo gilt: Wer nicht will, dass für seine Ernährung Tiere sterben müssen, darf nicht nur selbst kein Fleisch essen, sondern sollte konsequenterweise auch nicht durch sein Essverhalten dazu beitragen, dass für die Fleischesser ständig neuer Fleischnachschub „produziert“ wird. Biologische Milchviehwirtschaft ändert an der grundlegenden Problematik übrigens nichts.
Ähnlich verhält es sich auch mit Eiern: Legehühner, auch die vom Bio-Hof, landen letztlich im Suppentopf und nicht auf dem Hennen-Gnadenhof. Und beim Nachwuchs wird selektiert: da viel mehr Hühner als Hähne gebraucht werden, landen männliche Küken oft immer noch direkt im Schredder.
Vom direkten Fleischkonsum brauchen wir gar nicht erst zu reden: Die Zeiten, als sich hierzulande Bauern ein paar Schweine hielten, um Lebensmittelreste verfüttert zu bekommen, sind lange schon vorbei, die Bauernhofidylle ist längst eine Lüge, riesige Mastbetriebe sorgen für Billigfleisch im Supermarktregal, zigtausende Tonnen Gülle vergiften die Umwelt, Medikamentenrückstände bedrohen nicht nur die Fleischesser, sondern alle.
Und Geflügel, „gesundes“ Putenfleisch, Chicken-Nuggets & Co.? Der Realität der Massen(qual)haltung kann sich niemand verschließen, der die Nachrichten verfolgt. Die (industrielle) Produktion von Fleisch unter Einsatz von Mastfutter, in der Regel auf Sojabasis, bedeutet Monokulturen, genmanipulierte Pflanzen, massenhaften Pestizideinsatz, von Großkonzernen und Spekulanten dominierte Märkte.
Und Bio-Fleisch oder Bio-Milchviehwirtschaft? Für manche Menschen mag diese Art der „Produktion“ als akzeptable Lösung erscheinen zur Vermeidung der schlimmsten Auswüchse, den Überzeugungsveganer interessiert das nicht: tot ist tot, und für das Töten von Tieren, ihre „Nutzung“, gibt es keinen vernünftigen Grund, lässt sich doch eine vollwertige, gesunde Ernährung auf rein pflanzlicher Basis problemlos sicherstellen.
Fisch aus Wildfang ist angesichts überfischter Bestände nicht nur unter ökologischen und ethischen Aspekten unverantwortlich. Die Fangflotten der Industrie- und Schwellenländer leeren die Meere schneller, als die Fische nachwachsen können, und berauben etwa vor Afrikas Küsten die einheimische Bevölkerung ihrer Nahrungsquelle, werfen zigtausende Tonnen Fische als „Beifang“ verletzt oder tot wieder ins Meer. Aber auch Fisch, Shrimps und Co. aus Zuchtbetrieben sind unter ökologischen Aspekten abzulehnen, jenseits von ethischen Gründen, wird hier doch oft mit massiver Medikation und Massenhaltung das wiederholt, was man aus der Tierhaltung zu Lande kennt.
(Text: Joachim Hiller im Vorwort des veganen Kochbuchs „Kochen ohne Knochen“, Ventil Verlag, 2012)