4. Solinger VeggieFest

VeggieFest Solingen 2016

VeggieFest Solingen
Die Messe für alle, die sich für eine vegane Lebensweise interessieren.

Samstag, 24.09.2016, 12-19 Uhr
Cobra, Merscheider Str. 77-79, 42699 Solingen

Eintritt: 3,00 Euro (Kinder bis 12 Jahre frei)
Vorverkauf (3,00 Euro zzgl. Gebühren) unter www.solingen-live.de/?187109
Facebook-Veranstaltung: www.facebook.com/events/1550727868560004

Nach dem großen Erfolg 2013, 2014 und 2015 mit jeweils rund 1500 Besuchern findet am 24.09.2016 im Solinger Kulturzentrum Cobra das 4. VeggieFest für das Bergische Land statt. Das VeggieFest Solingen ist eine Publikumsmesse für alle Menschen, die sich für eine rein pflanzliche, also vegane Lebensweise interessieren.

Von 12 – 19 Uhr wird in den verschiedenen Räumlichkeiten der Cobra sowie in einer abgesperrten Seitenstraße (mit direkter Verbindung zur Halle) auf über 1.000 qm ein vielfältiges Programm geboten. So kann man sich bei verschiedenen Organisationen und Verbänden über alle Aspekte einer Ernährung ohne Tierprodukte informieren – ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Aspekt der Nachhaltigkeit – und Händler und Hersteller von veganen Lebensmitteln, Schuhen und Kosmetik bieten ihre Waren an.

Hungrig bleibt garantiert kein Besucher, denn an mehreren Ständen kann man vegane Spezialitäten von süß bis deftig probieren, und mehrere vegane Imbissbuden gibt es auch. Und wer sich informieren oder gleich zuhause vegan loskochen will: am Büchertisch findet sich eine Auswahl veganer Koch- und Sachbücher.

Parallel dazu gibt es auf der Bühne der Halle ein buntes Programm aus Vorträgen und Kochshows, an dem wir derzeit arbeiten. Auch in der Cobra-Kantine wird für das leibliche Wohl der Besucher und Besucherinnen gesorgt – natürlich vegan!

 

Veranstaltet wird das VeggieFest Solingen von Cobra Kulturzentrum, Kochen ohne Knochen – das vegane Magazin, und Vegan in Solingen e.V.

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Was bedeutet „vegan“?

Vegan zu leben bedeutet, in seiner Ernährung und seiner Lebensweise Produkte vom lebenden und toten Tier völlig zu vermeiden: keine Eier, kein Käse, keine Milch, kein Honig, kein Fleisch, kein Fisch, keine Gelatine, kein Leder – und auch keine Produkte, bei deren Herstellung Substanzen tierischer Herkunft verwendet wurden. Dadurch unterscheidet sich die vegane Lebensweise von der des Omnivoren (isst alles), Vegetariers (isst nichts vom toten Tier) oder Pescetariers (fischessende Vegetarier). Auch vegane Rohköstler gibt es. Oft wird statt vegan auch der Begriff „streng vegetarisch“ verwendet.

 

Warum vegan, und was ist „falsch“ an vegetarischer Ernährung, am Fleischkonsum?

Es ist ganz simpel: Ohne Kuh keine Milch, und keine Milch ohne Kälbchen. Damit Kühe Milch geben, müssen sie Nachwuchs bekommen. Damit sie viel und ständig Milch geben, müssen sie ständig Nachwuchs haben. Und der Nachwuchs (also die Kälbchen) muss weg. Deshalb gibt es Kalbfleisch. Oder um es andersherum zu betrachten: Keine Milch (keine Käse, keine Sahne …) ohne Kalbfleisch, ohne Rindfleisch. An genau dieser Stelle setzt die Kritik von Veganern an Menschen ein, die sich „nur“ vegetarisch ernähren: Wer Milchprodukte konsumiert, isst zwar selbst kein Fleisch, trägt aber zwingend dazu bei, dass es ständig neue Kälbchen (und Kühe) gibt, die der landwirtschaftlichen Logik entsprechend „verwertet“ werden müssen – im Schlachthaus. Ergo gilt: Wer nicht will, dass für seine Ernährung Tiere sterben müssen, darf nicht nur selbst kein Fleisch essen, sondern sollte konsequenterweise auch nicht durch sein Essverhalten dazu beitragen, dass für die Fleischesser ständig neuer Fleischnachschub „produziert“ wird. Biologische Milchviehwirtschaft ändert an der grundlegenden Problematik übrigens nichts.

Ähnlich verhält es sich auch mit Eiern: Legehühner, auch die vom Bio-Hof, landen letztlich im Suppentopf und nicht auf dem Hennen-Gnadenhof. Und beim Nachwuchs wird selektiert: da viel mehr Hühner als Hähne gebraucht werden, landen männliche Küken meist immer noch direkt im Schredder. Vom direkten Fleischkonsum brauchen wir gar nicht erst zu reden: Die Zeiten, als sich hierzulande Bauern ein paar Schweine hielten, um Lebensmittelreste verfüttert zu bekommen, sind lange schon vorbei, die Bauernhofidylle ist längst eine Lüge, riesige Mastbetriebe sorgen für Billigfleisch im Supermarktregal, zigtausende Tonnen Gülle vergiften die Umwelt, Medikamentenrückstände bedrohen nicht nur die Fleischesser, sondern alle.

Und Geflügel, „gesundes“ Putenfleisch, Chicken-Nuggets & Co.? Der Realität der Massen(qual)haltung kann sich niemand verschließen, der die Nachrichten verfolgt. Die (industrielle) Produktion von Fleisch unter Einsatz von Mastfutter, in der Regel auf Sojabasis, bedeutet Monokulturen, genmanipulierte Pflanzen, massenhaften Pestizideinsatz, von Großkonzernen und Spekulanten dominierte Märkte.

Und Bio-Fleisch oder Bio-Milchviehwirtschaft? Für manche Menschen mag diese Art der „Produktion“ als akzeptable Lösung erscheinen zur Vermeidung der schlimmsten Auswüchse, den Überzeugungsveganer interessiert das nicht: tot ist tot, und für das Töten von Tieren, ihre „Nutzung“, gibt es keinen vernünftigen Grund, lässt sich doch eine vollwertige, gesunde Ernährung auf rein pflanzlicher Basis problemlos sicherstellen.

Fisch aus Wildfang ist angesichts überfischter Bestände nicht nur unter ökologischen und ethischen Aspekten unverantwortlich. Die Fangflotten der Industrie- und Schwellenländer leeren die Meere schneller, als die Fische nachwachsen können, und berauben etwa vor Afrikas Küsten die einheimische Bevölkerung ihrer Nahrungsquelle, werfen zigtausende Tonnen Fische als „Beifang“ verletzt oder tot wieder ins Meer. Aber auch Fisch, Shrimps und Co. aus Zuchtbetrieben sind unter ökologischen Aspekten abzulehnen, jenseits von ethischen Gründen, wird hier doch oft mit massiver Medikation und Massenhaltung das wiederholt, was man aus der Tierhaltung zu Lande kennt.

(Text: Joachim Hiller im Vorwort des veganen Kochbuchs „Kochen ohne Knochen“, Ventil Verlag, 2012, www.ox-fanzine.de/web/prod/5476/kochbuecher.241.html)